Tortour 2021 – Ein Radrennen der Superlative

Die folgenden Zeilen sind ein Versuch etwas Grosses in wenigen Worten zu beschreiben. Es wird mir nur zum Teil gelingen. Wer nicht lange lesen mag soll einfach beim zweitletzten Abschnitt weiterlesen ;-)

 

Für alle die nicht wissen was hinter dem Namen Tortour steckt, eine kurze Erklärung: Es gilt mit dem Rennrad 1‘000 km und knapp 14‘000 Höhenmeter zu bestreiten. Die Strecke führt so quasi rund um die Schweiz auf nicht gesperrten Strassen. Es ist ein Non-Stopp Rennen. Das heisst es wird ohne Pausen gefahren (und dies bei jeder Witterung). 

 

Tortour – der Name ist Programm!

 

Das Rennen kann alleine, im 2er, 4er oder 6er Team gefahren werden. Nein, nein ich bin es nicht alleine gefahren. Bereits 2020 wollte ich zusammen mit Club-Kollegen in einem 4er Team unter dem Namen der 3star cats starten. Leider wurde aber damals infolge eines tragischen Unfalls das Rennen am Oberalppass abgebrochen. Unser Traum, an der Tortour mitzufahren, war aber nach wie vor vorhanden.

 

Die 1‘000 km sind in 17 Etappen aufgeteilt. Die Erste, eine in der Mitte (Sion – Aigle) und die Schlussetappe wird gemeinsam gefahren. Die restlichen Etappen sind jeweils durch einen Fahrer zu bestreiten. Somit fährt nicht jeder einfach nun 250km sondern je nachdem zwischen 314 und 403 km mit 3‘550 bis 4‘660 Höhenmetern.

 

Im Dezember haben wir uns dann wieder als 4er Team angemeldet. Die Vorbereitung war intensiv und es lief auch nicht alles rund. Details erspar ich Euch an dieser Stelle. Bei Interesse einfach mal zum Stammtisch kommen und mich darauf anquatschen ;-)

Mit von der Partie waren schlussendlich Frank Spengler, Clemens Steffan, Roland Brei und ich (Stefan Niederbacher). Jeder dieser Teilnehmer übernahm ein Fahrerprofil:

Fahrer A – Stefan Niederbacher

Fahrer B – Roland Brei

Fahrer C – Frank Spengler 

Fahrer D – Clemens Steffan

 

Um es anschliessend einfacher zur machen, werde ich also nur noch von Fahrer A, B, C oder D sprechen. Ach ja, Fahrer A und B bildet ein Sub-Team mit 2 Begleitern und einem Begleitfahrzeug. Das gleiche galt auch für Fahrer C und D.

An dieser Stelle in grosses Dankschön an unsere Logistikmannschaft: Annette Niederbacher, Danijel Brei sowie Martin und Johannes Steffan. Was dieses Team geleistet hat ist unbezahlbar. 

Alle Fahrer nutzten die Zeit und haben sich in verschiedensten Trainings (im Regen, bei Hitze, im Dunkeln, am Berg, etc.) auf die Tortour vorbereitet.

 

So trafen wir uns voll motiviert am Donnerstag dem 19. August zum Prolog im Sihlcity. Der Prolog war in diesem Fall ein virtuelles Fahren auf Spinning-Bikes über eine Distanz von einem Kilometer (3 Runden auf der offenen Radrennbahn in Zürich-Oerlikon). Die Klassierung brachte uns den sechsten Startplatz ein.

 

Am Freitagmorgen um 05:11 Uhr viel dann der Startschuss für das Team der 3star cats. Ich muss an dieser Stelle noch erwähnen, dass uns die Familie Brazerol in grün gekleidet angefeuert und auf die Reise geschickt hat. Ein fantastischer Start in die Tortour.

 

Die erste Etappe vom Sihlcity nach Niederurnen mussten wir Team fahren. Konzentriert und fokussiert spielten wir das belgische Karussell durch. Da ich als Fahrer A direkt im Anschluss von Niederurnen nach Chur fahren durfte, hielt ich mich, um die Kräfte zu schonen, zurück. Mit einem Schnitt von 33.6 km/h konnten wir die ersten 56km hinter uns bringen.

 

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Bei einem solchen Anlass spielt das Wetter eine enorme Rolle. Wir hatten Glück und durften die ganze Tortour ohne ein Regentropfen absolvieren. Es war schon grandios in den Sonnenaufgang hineinzufahren.

 

In Niederurnen fuhr ich einfach weiter über den Kerenzerberg nach Chur. Dort übergab ich den Tracker an Fahrer B (Roland) der den Anstieg nach Disentis unter die Räder nahm. 

Während Fahrer A und B unterwegs waren konnten das Team von Fahrer C und D ganz entspannt im Heidiland frühstücken.

 

Allerdings mussten sie natürlich auch frühzeitig am Übergabepunkt in Disentis sein um da den Tracker wieder in Empfang zu nehmen. Alles klappte perfekt und Fahrer C (Frank) stand bereit und startete zu seiner ersten Soloetappe. Während der Fahrer C den Lukmanier hochfuhr, konnte das Team Fahrer A und B bereits über den Oberalppass Richtung Realp fahren. Dass wir uns unterwegs noch eine Portion Teigwaren gönnten versteht sich von selbst. In Pollegio angekommen übernahm Fahrer D (Clemens) den Tracker. Er durfte die längste Steigung auf den Gotthard in Angriff nehmen. Als er in Realp ankam hatten wir bereits 20 Minuten Vorsprung gegenüber unsere Planung. Es lief richtig gut. So übernahm in Realp wieder der Fahrer A. Die Route führte über den Furka nach Fiesch. Fahrer B übernahm wieder und düste mit leichten Gegenwind Richtung Sion. Da ab 20:30 Uhr im Nachtmodus gefahren werden muss, hiess das für Roland auch schon Licht einzuschalten. In Sion wiederum wurde er vom ganzen Team in Empfang genommen um anschiessend zu viert nach Aigle zu fahren. Ein Teambus folgte uns als Safety-Car, der andere fuhr direkt nach Aigle. Aus dem Ablauf lässt sich nun auch erkennen, dass Fahrer B hier ein Doppeletappe von zusammen 130 km zu bewältigen hatte. Nach Sion bekamen wir dann auch den Westwind zu spüren. Das Tempo wurde reduziert und Fahrer A und D übernahmen abwechselnd den Lead. So konnte Fahrer B und C Windschatten fahren und die Kräfte für die Doppeletappen wurden besser aufgeteilt. Fahrer C führ in Aigle einfach weiter und durfte bis Gstaad 1‘432 Höhenmeter überwinden. Anschliessend ging es von Gstaad nach Bulle weiter nach Cheyres. Da es inzwischen Samstagmorgen 6:30 Uhr war durfte wieder im Tagmodus gefahren werden. Die Reise führte uns weiter nach Jens – Langnau i. E., Sempach, Küssnach a. R. bis Hütten.

 

In Hütten trafen sich wieder alle um die letzte Etappe zurück ins Sihlcity gemeinsam zu fahren. Das Ziel war fast schon in Reichweite. Nun hiess es nicht übermütig werden. Weiterhin konzentriert und fokussiert zu fahren, um unfallfrei anzukommen.

 

Gegenüber der Planung hatten wir inzwischen 2 Std. 20 Min. rausgefahren. Toll für uns, nicht so toll für die Ehefrauen, Freunde, Kollegen usw. die alle ziemlich Gas geben mussten, damit sie bis zu unserer Zieleinfahrt auch im Sihlcity waren.

 

Endlich nach 36 Stunden und 31 Minuten rollten wir im Sihlcity ein. Der Empfang war überwältigend. Mit einem grossen Plakat, Kuhglocken, Applaus und Zurufen wurden wir in Empfang genommen. Auch das Clubgrün war gut vertreten.

 

Emotionen pur! Was für ein Erlebnis! Unvergesslich und auch unbezahlbar!

 

Ich bin mega stolz auf das Team der 3star cats und die erbrachte Leistung. Der Team-Spirit war grossartig und die Zusammenarbeit hat perfekt funktioniert. Ich bin aber auch unendlich dankbar, dass wir alle wieder gesund zu unseren Liebsten zurückkehren durften. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein solches Rennen ohne Unfall, ohne Panne und auch ohne Verletzungen beendet werden kann. Danke an alle Teamkollegen für das umsichtige und auch konzentrierte Fahren.

 

Ach ja, fast vergessen. Ich wurde immer wieder auch nach dem Schlafen gefragt: Vor der Tortour: eher schlecht. Während der Tortour: kaum bis gar nicht. Nach der Tortour: so gut wie schon lange nicht mehr ;-)

 

Ein spezieller Dank geht an unser Logistikteam welches einen phänomenalen Job geleistet hat, den  Triathlon-Club 3star cats wallisellen der eine tolle Plattform auch für einen solchen Anlass bietet sowie allen Freunden und Bekannten sowie Clubmitgliedern die mit uns gelitten und gefiebert haben. Sei es vor Ort oder auch virtuell. DANKE Euch allen. Ihr seid grossartig!

 

Bericht: Stefan Niederbacher

Bilder: Annette Niederbacher

Rennbericht vom ersten Europacup-Erlebnis in Olsztyn

Die Junioren-Europacuprennen in Olsztyn finden an einem schönen See umgeben von Wald statt. Das Hotel Omega, das die meisten Athleten beherbergt, ist direkt an der Promenade, die zum Schwimmstart und Ausstieg führt. Die heutigen Distanzen sind: 780m Schwimmen, 20km Velo, 5km Laufen. Das Wetter ist unbeständig, aber trocken. Die Aussentemperatur beträgt um 12:12 12.1 Grad. Am späteren Nachmittag zeigt sich dann die Sonne, aber durch den Wind der stärker wird ist es gefühlt immer noch sehr frisch.

 

Der Start erfolgt von einem langen Holzsteg aus, wo die Athleten ins kalte grüne Wasser springen müssen. Davor ist die Start Area auf einem Sandstrand, der sich bis zum Schwimmausstieg zieht. Das Wasser war heute 14.1 Grad warm, somit war Neopren obligatorisch.

 

Der Start der Juniorinnen erfolgt pünktlich um 11:00. Die Inszenierung ist beeindruckend: im Hintergrund läuft die Star Wars Hymne und die Athletinnen werden nacheinander aufgerufen und wählen ihren Startplatz auf dem Steg, bevor alles still wird, zweimal eine Trommel schlägt, dann das Kommando «On Your Marks» und fast zeitgleich die Sirene, die den Start freigibt.

 

Die erste Schwimmerin kommt nach wenigen Minuten aus dem Wasser mit 10m Vorsprung auf eine 2. Gruppe mit Vanessa in 6. Position. Vanessa fährt mit dieser ersten Gruppe stark auf dem Velo auf dem technischen Kurs - 3 Wenden und einen Slalom durch die Wechselzone - 4 Runden insgesamt. In der letzten Runde zieht sich die Gruppe auseinander nach einem Angriff der Holländerin. Sie wird von einer 2er Gruppe verfolgt, darunter auch Vanessa die nach 44:47min (30sec vor der Spitze) T2 als Dritte dank einem schnellen Wechsel verlässt.

 

Es folgen 2 Laufrunden auf demselben Kurs, wo auch mit dem Velo gefahren wurde, nur ein wenig gekürzt. Beim ersten Wendepunkt nach 1.25km gilt die Regel: «First Runner, Last Bike». Wer noch mit dem Bike kommt, nachdem die erste Läuferin durch ist, wird aus dem Rennen genommen. Diese Regel führt zu einigen DNF’s im Laufe des Tages.

 

Das grössere Feld kommt mit fast 2min Rückstand in die T2. Ab diesem Zeitpunkt ist klar, dass die Podestplatzierungen unter 6 Athletinnen ausgemacht werden. Die Holländerin baut ihren Vorsprung in der 1. Runde vor einer Spanierin und einer Slowakin aus. Vanessa ist zu dem Zeitpunkt 5. Nach knapp 1h Wettkampf kommt die Holländerin als 1. auf die Zielgerade, gefolgt von der Slowakin und der Spanierin. Vanessa kommt mit 1:03:54 als 7. ins Ziel. Gratuliere zu diesem super Ergebnis!

 

Knapp zweieinhalb Stunden später ist die Star Wars Hymne am Holzsteg wieder zu hören, dieses Mal für die Junioren. Darunter Antoine mit der Startnummer 44. Es fliegen bereits die Drohnen, die den Start filmen, um eventuelle Unregelmässigkeiten zu entdecken. Hier sind es 71 Athleten aus ganz Europa. Das meistvertretene Land ist dabei Spanien.

 

Der Schwimmkurs führt zuerst geradeaus in Richtung einer Reihe von 4 orangen Bojen, nach ca. 250m machen die Athleten eine 120° Rechtskurve und schwimmen anschliessend geradeaus zum Ausstieg zurück. Nach weniger als 10min ist das erste Kajak in Sicht, gefolgt von einer Kolonne von Athleten in geringem Abstand.

 

Antoine kommt im letzten Drittel aus dem Wasser mit einer Zeit von 10:35min. Trotz einem Sturz am Eingang der Wechselzone schafft er es aus T1 in eine starke Velogruppe. Erstaunlicherweise führen bei den ersten Athleten die schnellen Wechsel zu einigen Zeitstrafen (nicht alles ist sauber in der Box). Das Rennen wird zunächst von einer riesigen Gruppe angeführt. Nach 5km ist Antoine weiterhin in einer 6er Verfolgergruppe unterwegs. Der Slalom durch die Wechselzone führt zu einigen Stürzen, dennoch ohne schwere Verletzungen.

 

In der 2. Runde haben sich 2 Athleten (NOR, GER) abgesetzt, die bis zum Schluss nicht mehr eingeholt werden. In der 3. Runde hat Antoine’s Gruppe die nächste Gruppe eingeholt, jetzt sind es ca. 20 Athleten. Dank eines schnellen Wechsels in T2 startet er im vordersten Drittel dieser Gruppe.

 

Nach einer Runde Laufen liegt der Norweger in Führung und gewinnt dann zum Schluss das Rennen. Es ist sein erster Sieg überhaupt als Triathlet. Antoine beendet das Rennen auf Platz 47 mit einer Zeit von 1:01:07, was für ein erstes internationales Rennen eine Leistung ist, die sich feiern lassen kann.

 

Im späteren Verlauf des Nachmittags sind dann noch die Eliteathleten an der Reihe. Diese Rennen sind aufgrund der starken Leistungen der Athlet*innen extrem spannend anzuschauen. Bei den Frauen gewinnt eine Französin vor zwei Russinnen. Um den ersten Platz zu vergeben, braucht es ein Fotofinish, so eng war die Entscheidung. Die erste Schweizerin Estelle Perriard wird 9. und Cathia Schär 21. Bei den Männern ist es genauso spannend bis zum Schluss. Gewonnen wird das Rennen von einem einen Norweger mit 1s Vorsprung auf eine Franzosen, dann kommt der erste Schweizer Simon Westermann auch nur mit 1s Rückstand.

 

Ein krönender Anschluss eines coolen Race Day hier in Olsztyn.

 

 

Bericht und Fotos: Arnaud L'Hôte

8. Regio League Duathlon Wallisellen: Auftakt der Triathlon-Saison für unsere Jüngsten

Am Sonntag, 30. Mai wurde die Wettkampf-Saison für den Triathlon-Nachwuchs der Region Ostschweiz eingeläutet. Nachdem der erste Wettkampf in Chur noch aufgrund von COVID-19 abgesagt werden musste, durften die Schüler*innen nun endlich wieder zeigen, wofür sie die letzten Monate fleissig trainiert hatten.

 

An Corona kamen die Organisatoren der 3star cats wallisellen und Teilnehmer leider auch dieses Jahr nicht vorbei. Wenigstens konnten dieses Mal die aufwändig erarbeiteten Schutzkonzepte vom Vorjahr direkt aus der Schublade gezogen werden und die Maskenpflicht für Teilnehmer und Helfer war nicht mehr so ungewohnt wie noch im 2020. Trotzdem mussten noch Anpassungen vorgenommen werden, insbesondere durften leider keine Zuschauer vor Ort sein. Die Kinder und Jugendlichen feuerten sich aber gegenseitig so lautstark an, dass man dies am Wettkampf kaum spürte. Ein toller Teamspirit im doch mehrheitlich als Einzelsport bekannten Triathlon! 

 

Aufgrund der kurzfristigen Planung – bis einen Monat vor dem Anlass war nicht klar, ob er überhaupt durchgeführt werden konnte – und den Umbauarbeiten auf der Sportanlage entschied das OK, die Strecke des Duathlons ganz in den Hörnligraben zu verlegen. Ebenso wurde bei der Bike-Runde auf die Hindernisse verzichtet, dafür durfte die vierte Disziplin des Triathlons (Wechselzone) ausführlich geübt werden: Statt wie bisher Run-Bike-Run hiess es dieses Jahr für die Athleten Run-Bike-Run-Bike-Run. Das neue Format gefiel sowohl Athleten wie Organisatoren, sodass dieses vermutlich auch 2022 wieder anzutreffen sein wird.

 

Mit 125 Teilnehmern durfte ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet werden, wobei der lokale Triathlon-Verein 3star cats wallisellen mit 41 Teilnehmern ebenso einen eigenen Teilnehmerrekord aufstellte. Und diese Katzenschar räumte dann auch kräftig ab: mit Total 9 Podestplätzen und 17 weiteren Top-Ten-Platzierungen (und dabei sind die Teamwettkämpfe noch gar nicht mitgezählt!) zeigten sie ihre Stärken auf der anspruchsvollen Strecke. Zweimal leuchte sogar das ganze Podest in der knallgrünen Farbe der cats!

 

Das Regio League OK dankt den rund 50 freiwilligen Helfern, der Gemeinde Wallisellen, dem Curling Center Wallisellen, dem Samariterverein Wallisellen, dem Schlittschuh Club Wallisellen, der Keller-Frei AG, Thomas Rinderknecht, Hafner’s Rad, Swiss Triathlon, tri züri und den verständnisvollen Spaziergängern, die zur erfolgreichen Durchführung dieses Nachwuchs-Anlasses beigetragen haben.

 

Alle Informationen, Bilder und Ranglisten: hier klicken

 

Bericht: Sandra Lorez

Fotos: Zara Klante

Mein erstes Preisgeld :-)

Mit grosser Freude habe ich an der GV von Benni gehört, dass ich als 3. in meiner Alterskategorie der Clubmeisterschaft, ein Geschenk im Powerlab bekomme. Sozusagen mein erstes Preisgeld :-)

 

So bin ich also am Samstag mit meinem Papi zum Powerlab gefahren um mein Geschenk abzuholen. Das Geschenk war nämlich ein Gutschein über CHF 20. Patrick vom Powerlab hat mir zu meinem 3. Rang gratuliert. Papi war stolz auf mich und strahlte über das ganze Gesicht. Von meinem «ersten Preisgeld» habe ich mir gleich eine Badekappe und eine Trinkflasche gekauft. Die Badekappe finden alle süss, weil ein Koala aufgedruckt ist. Die Trinkflasche ist neongrün und gefällt mir sehr gut. Das Restguthaben spare ich mir für meinen nächsten Besuch im Powerlab auf. Ich finde den Preis toll und danke dem Club und Powerlab ganz herzlich. Ich bin stolz auf meine Leistung und hoffe, nächstes Jahr wieder so gut zu sein.

 

Gregory Lassanianos

10. Generalversammlung in ungewohnter Form

Die 10. Generalversammlung der 3star cats wallisellen fand dieses Jahr am 12. März in ungewohnter, nämlich virtueller Form statt. Dies natürlich nicht, um die vom harten Training müden Triathlon-Beine zu schonen, sondern einmal mehr bedingt durch Covid-19. Aber was ist schon so eine virtuelle GV, inzwischen können wir ja Spinning-Lektionen virtuell, Schwimmen im Trockenen und Laufen in Kleinstgruppen bei Wind und Wetter.

 

Unser Präsident Benni Klante durfte pünktlich um 19:00 Uhr knapp 80 Cats und auch einige unserer Sponsoren zur diesjährigen GV begrüssen. Wie bei allen GV‘s üblich, wurden zuerst die administrativen Themen zu Traktanden, letztjährigem Protokoll etc. erledigt. Statt Handheben nutzten wir den Mentimeter, was genauso gut funktionierte bzw. sogar das manuelle Zählen der Stimmen ersparte.

 

Rückblick 2020

Das Vereinsjahr 2020 konnten wir als Videorückblick geniessen, wobei wir feststellen konnten, dass trotz aller Einschränkungen durch Covid-19 einige Triathlon-Erlebnisse zusammengekommen waren.

 

Beim Thema „Mitglieder“ durfte der Vorstand einen weiteren Zuwachs vermelden und dies in allen Altersgruppen. Für Geburten und Hochzeiten übernahm Leo Gambini das Mikrofon und gratulierte Adriana zur Hochzeit und den drei Familien zum Familienzuwachs – Vereinseintritt im Jahr 2027 bei den 3star cats ist vorgemerkt.

 

Susanne Mader präsentierte die Jahresrechnung 2020: Dank der grosszügigen Unterstützung der öffentlichen Hand und Verbänden sowie der Sponsoren und Gönner resultierte ein kleinerer Verlust als budgetiert.

 

Nach den bisher eher trockenen Abstimmungsthemen konnten wir im Anschluss via Mentimeter Feedback zum Vereinsjahr geben – schnell, anonym und das Ergebnis gleich nach Grösse sortiert. Der Mentimeter ist dafür wirklich ein cooles Hilfsmittel und lohnt sich vielleicht, bei der nächsten (physischen) GV wieder einzusetzen?! Bei den Highlights 2020 „gewann“ der Uster Triathlon und bei den Herausforderungen - natürlich – Corona und damit verbunden keine Wettkämpfe / Schwimmen / Training.

 

Bei der Frage, was der Club besonders gut gemacht hatte, war das Statement klar: „ALLES“! Bei den Verbesserungswünschen war es ebenso klar – „NICHTS“. Sollte sich der Vorstand oder das Trainerteam manchmal fragen, ob sich ihr riesiges Engagement lohnt, hier bekamen sie die Antwort in bunten Farben eindeutig präsentiert.

 

Ausblick 2021

Nun hiess es aber, vorwärtszuschauen ins neue Triathlon-Jahr: Der administrative Teil war hier noch schneller erledigt als fürs 2020, da weder Wahlen noch Anpassungen bei Statuten etc. traktandiert waren. Als Neuerung führte der Club ein, dass Neumitglieder eine Aufnahmegebühr von CHF 60 zu zahlen haben. Dafür gibt’s ein 3star cats Shirt und eine Badekappe, sodass sogleich in den Vereinsfarben trainiert und an Wettkämpfen gestartet werden kann.

 

Stefan Niederbacher als Ansprechpartner Age Grouper erinnerte an die beiden WhatsApp Chats, welche gerne noch reger genutzt werden dürften und dass der Stammtisch so bald wie möglich wieder ins Leben gerufen werde.

 

Hilmar Ebersbach rief uns dazu auf, auch im 2021 als Helfer tätig zu werden - für hoffentlich ganz viele Anlässe und als Funktionäre zur Unterstützung des Vorstands. Zudem informierte er uns, dass er an der GV 2022 aus dem Vorstand zurücktreten und entsprechend ein neues Vorstandsmitglied gesucht werde. Last but not least sucht er Club Reporter, welche Wettkämpfe und Events in allen Altersgruppen kurz und knackig mit Text und Bild dokumentieren könnten.

 

Sponsoring

Martin Koch als Verantwortlicher Sponsoring durfte die frohe Botschaft verkünden, dass die Zusammenarbeit mit Powerlab intensiviert (neu sind sie Gold-Sponsoren) und die Keller-Frei AG als Silber-Sponsor gewonnen werden konnte. Das neue Sponsoringkonzept zeigte damit bereits erste Früchte und soll in den nächsten Wochen und Monaten weiteren mögliche Partnern vorgestellt werden. Es folgte ein grosser Applaus der Cats als kleines Zeichen der Wertschätzung zum grossartigen Engagement der Sponsoren.

 

Preisverleihung

Auch die jährliche Preisverleihung durfte nicht fehlen: Die im letzten Jahr erstmals durchgeführte 3star cats Fotojagd wurde von der verrückten Crew „Chickendrive and the Hunter“ gewonnen – sie nahmen die 150km der drei Touren an einem Stück unter die Pedalen und waren damit würdige Sieger der Fotojagd. Ebenso wurden die Clubmeister ausgezeichnet – mit weniger Wettkämpfen und nur für Kids und Schüler zwar, aber umso schöner, dass es für die young cats die Meisterschaft trotzdem gab!

 

Wir haben ein Maskottchen!

Als zusätzliches Highlight für die Kids und Schüler wurde an der GV ein Maskottchen vorgestellt, das dann auch gleich noch auf den Namen „Tiggy“ getauft wurde. Auf dass Tiggy unseren kleinen und grossen Triathleten ganz viel Glück bringt!

 

Dankeschön

Im Verlaufe des Abends zeigte es sich, wie viele Personen es braucht, um den 3star cats zu dem grossartigen Verein zu machen, der er ist. Ein riesiges Dankeschön daher an dieser Stelle an den Vorstand, das Trainerteam, die Schiedsrichter, die Revisoren und die vielen Helfer vor und hinter den Kulissen. Weiter gilt der Dank auch unserem Spinning-Chef Mike, welcher seine Lektionen auf virtuell umstellte und damit dafür sorgte, dass auch bei geschlossenen Fitnessräumen und frostigen Temperaturen weiterhin gemeinsam in die Pedalen getreten werden konnte.

 

Wünsche 2021

Zum Abschluss des Abends sollten wir unsere Wünsche fürs 2021 via Mentimeter formulieren. Kaum überraschend wurden die Wünsche „Wettkämpfe“, „Gesundheit“ und „Schwimmen“ geäussert – beim letzten drückten wohl insbesondere die Sehnsüchte der Age Grouper durch, welche seit Wochen nur geschlossene Hallenbäder antreffen und höchstens die Kids davor abstellen dürfen.

 

Mit einem virtuellen Gruppenfoto schloss die erste – und hoffentlich auch letzte – virtuelle Generalversammlung der 3star cats. Auf dass wir bei der 11. GV uns alle wieder im Doktorhaus in Wallisellen treffen können! Let’s rock 2021 and Good bye Covid-19!

 

 

Bericht: Sandra Lorez

3star cats wird Partner der KulturLegi Zürich

Im Rahmen unseres sozialen Engagements möchten wir Menschen mit kleinem Budget die Möglichkeit geben, zu einem stark vergünstigten Beitrag von unserem Vereinsangebot zu profitieren und unseren tollen Triathlonsport ausüben zu können.

 

Die KulturLegi von Caritas ist ein persönlicher, nicht übertragbarer Ausweis mit Foto für Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren. Berechtigt sind Personen, die nachweislich am oder unter dem Existenzminimum nach den Richtlinien der Schweizerischen

Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) leben. Dazu zählen zum Beispiel Haushalte mit wirtschaftlicher Unterstützung (Sozialhilfe, Zusatzleistungen zu AHV/IV, Stipendium) und solche, die trotz Anspruch auf Unterstützungszahlungen verzichten. Mit der KulturLegi profitiert man von Vergünstigungen bei 800 Angeboten im Kanton Zürich und vielen weiteren in der ganzen Schweiz.

  • Die Berechtigungsprüfung, Beantragung und Ausstellung der KulturLegi erfolgt direkt über die Caritas: hier klicken
  • Jeder Inhaber einer KulturLegi erhält 75% Vergünstigung auf den regulären jährlichen 3star cats Mitgliederbeitrag
  • Weitere Vergünstigungen können unbürokratisch beim Vorstand der 3star cats beantragt werden

Dieses Angebot ist ab sofort gültig und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Partner!

Rückblick Tortour 2020

Der nun folgende Bericht endet definitiv nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Um es vorweg zunehmen. Die Tortour 2020 wurde überschattet von dem tragischen Unfall auf dem Oberalppass. Bei der Abfahrt nach Disentis kollidierte ein Radfahrer eines Tortour 4er Teams mit einem entgegen kommenden Motorrad. Der Radfahrer verstarb noch auf der Unfallstelle. Der Motorradradfahrer musste mit schweren Verletzungen mit der Rega ins Spital gebracht werden. Die Tortour wurde zum Zeitpunkt des Unfalls erst mal angehalten, sprich alle noch folgenden Teams wurden auf der Passhöhe Oberalppass blockiert. Nach ca. 2 Stunden kommunizierte die Rennleitung den Abbruch des Rennens bei allen Rennformaten.

 

Wir sind traurig, schockiert aber auch fassungslos. Selbstverständlich stehen auch wir hinter dem Entscheid der Rennleitung. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Bekannten des verstorbenen Radrennfahrers. Herzliches Beileid vom Tortour-Team der 3star cats sowie vom ganzen Verein.

 

Unser Team stand während der ganzen Zeit in Kontakt. Wir haben rege kommuniziert und schlussendlich entschieden, dass wir alle mit den Autos nach Hause fahren und das Ganze erst einmal setzen lassen. Wir sind natürlich alle glücklich und auch dankbar, dass wir ohne grössere Blessuren wieder zu Hause bei unseren Liebsten sind.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle schon mal ganz herzlich bei allen bedanken die mit uns gefiebert und uns in Gedanken am Rennen begleitet haben.

 

Für alle die trotzdem noch wissen möchten wie ich/wir die Tortour erlebt haben ein Bericht im üblichen Stil.

 

Was ein simpler Kommentar auf einen Facebook-Post vom 21. Juni 2020 ausgelöst hat! Mein Post kommentiert eine 300 KM Radtour, die ich absolviert hatte. Der Kollege schrieb schlicht "Junge, Du solltest Dich für Tortour anmelden". Meine Antwort darauf war: "Sag mal bist Du bescheuert"!

 

Wie immer lies mir der Gedanke daran dann aber doch keine Ruhe und ich schaute mir das Rennformat doch mal etwas näher an. Aha, man kann die Tortour auch im Team fahren. Das sollte doch möglich sein! Nach einem Aufruf im Age-Grouper Chat meldeten sich Club-Kollegen. Frank Spengler und Sascha Fritschi hätten grundsätzlich Interesse. Als 3er Team kann man jedoch  nicht starten. Meinen besten Sport-Kollegen, Gerhard Gürlich, konnte ich schnell begeistern. 

 

Das 4er Team stand!

 

Dann ging es Schlag auf Schlag. Am 2. Juli trafen wir uns bei Sascha zu Hause um uns bei einem leckeren Essen einmal über die Tortour zu unterhalten. Sehr schnell war klar, dass trotz dem grossen Respekt und evtl. auch ein bisschen Angst, alle an der Tortour starten möchten. Die Fahrereinteilung war auch schnell vom Tisch. Jeder kannte seine zu fahrenden Etappen. Viele Fragen blieben jedoch offen! Ein paar Tage später war die offizielle Anmeldung getätigt und wir um 2'680 Franken ärmer ;-/ Dass unser Team mit dem Namen 3star cats fährt versteht sich fast von selbst. Die Anmeldegebühr sollte jedoch nicht die letzte Investition sein.

 

Sehr schnell hatten wir auf auch die für uns zwingend notwendige Begleit-Crew zusammen. Meine Frau Annette Niederbacher, Jutta Reichl, Carina Pusch, Remo Hardegger und Markus Bläuenstein erklärten sich spontan bereit unsere Idee zu unterstützen und sicherten uns den nötigen Support zu.

 

Nun galt es, so schnell wie möglich unsere Kondition auf Vordermann zu bringen und die logistischen Herausforderungen anzugehen. Wir alle studierten unsere Etappen und stellten entsprechende Trainings zusammen. Der Tessinurlaub, den Sascha als Familienurlaub verkaufte, mutierte zur Trainingseinheit ‚Gotthard Südanstieg‘. Franks Wochenende wurde umgeplant und endete mit dem Abfahren aller seiner Etappen und der Übernachtung in Montreux. Gerhard kriegte wie immer den Hals nicht voll genug und hat aus seinen 65 KM Etappen jeweils 180 KM Radtouren gemacht. Meine Probefahrt auf den Klausen endete leider unschön mit einem Sturz auf der Höhe Urnerboden. Glück im Unglück. Ausser der angekratzten Fassade und einer vermutlich angebrochenen Rippe war alles in Ordnung;-)

 

Wofür andere ein Jahr Planung benötigten haben, standen uns gerade mal 5 Wochen zur Verfügung. Es galt zwei Begleitfahrzeuge zu organisieren. Diese mussten Platz bieten für jeweils 4 -5 Personen, 3 Fahrräder und Gepäck. Wir entschieden uns für Vans der Marke VW. Und zupp, waren wieder ein paar Hundert Franken vom Konto abgebucht. Des Weiteren mussten die Fahrräder den Anforderungen des Rennformats und der Organisation genügen. So mussten Navigationsgeräte, Vorder- und Rücklichter (immer auch mit Reservematerial), Ersatzteile, Teambekleidung, etc, etc. beschafft werden. Ich habe inzwischen Stammkundenstatus bei Hafners Rad. Damit die Fahrtauglichkeit auch in der Nacht sichergestellt ist, musste das Rennrad mit jeweils 26 Reflektoren beklebt werden. Auch eine kleine Herausforderung wenn das Reglement erst ca. 10 Tage vor Rennstart vorliegt ;-/

 

Am 12. August dann nochmal ein Treffen im Doktorhaus um sowohl noch offene Fragen zu klären und auch am Renn-Briefing über ZOOM teilzunehmen. Nach dem leckeren Essen konnte wir einstimmig sagen: Wir sind auf Kurs und fast schon bereit. Die letzten Aufgaben waren verteilt und der Ablauf klar. Nächster Treffpunkt am 14. Aug. 18:30 Uhr für das Check-In im Sihlcity.

 

Das Checkin verlief zügig und nach einer kurzen Nacht standen wir um 05:10 Uhr auf der Startrampe und starteten in das Abenteuer Tortour. Eigentlich wollten wir gemässigt losfahren. Aber schon bald zeigte sich, dass sich jeder von uns um Wettkampf-Modus befand. Das belgische Karussell funktionierte super und so konnten wir die Strecke nach Niederurnen mit einem Schnitt von 34km/h hinter uns bringen. 

 

In Niederurnen fuhr ich dann Solo weiter und hatte den ersten Pass zu bezwingen. Die komplette Crew mit den Fahrern Frank und Sascha konnte sich jetzt bereits nach Disentis verschieben und dort in aller Ruhe frühstücken.

 

Mein Team konnte sich erst mal um Gerhard kümmern, sein Rad einladen und dann die Verfolgung von mir aufnehmen. Kurz nach Glarus war es auch soweit und wir waren wieder beisammen.

 

Die zügige Fahrt nach Niederurnen war in den Beinen zu spüren und Rückenwind gab es auch keinen Richtung Linthal. Es ist einfach herrlich wenn man bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen den Klausen befahren kann. Schlussendlich büsste ich aber bis Altdorf trotzdem 20 Minuten gegenüber der Planung ein. 

 

In Altdorf stand wie geplant Gerhard bereit und übernahm den GPS-Sender. Seine Etappe führte über Göschenen nach Andermatt und dann den Oberalppass hoch. Gerhard meisterte die Strecke nach Göschenen genau nach Zeitplan. Als wir bei der Teufelsschlucht auf Gerhard warteten, erhielten wir die ersten Infos zu einem schweren Unfall auf dem Oberalppass. Wir wussten auch schon, dass der Pass zur Zeit gesperrt war und die anfahrenden Radfahrer auf der Passhöhe warten mussten. Bis zur Passhöhe war Gerhard voll auf Kurs und im Zeitplan.

 

Dann wurde alle wartenden Teams zusammengerufen und wir wurden über den Tod eines Tortour-Teilnehmers sowie den Abbruch des Rennens informiert.  

 

Ich kann nur noch einmal sagen, dass uns das alles sehr traurig macht und wir tief betroffen sind. Und ja, selbstverständlich sind wir auch ein bisschen enttäuscht, dass das Rennen so endete. Wir alle hatten aber auch schon viel Spass in der Vorbereitung und haben einen ganz tollen Teamgeist entwickelt. Ich bedanke mich an dieser Stelle auch noch ganz speziell bei meinen Kollegen sowie der ganzen Crew. Die Tortour wird mir auch trotz dieses tragischen Ereignisses in positiver Erinnerung bleiben.

 

Sportliche Grüsse vom Tortour-Team der 3star cats wallisellen

 

 

 

Bericht: Stefan Niederbacher

Regio Cup Duathlon zu Corona-Zeiten

Am Sonntag, den 5. Juli hiess es endlich Saisonauftakt für den Triathlon-Nachwuchs der Region Ostschweiz. Normalerweise findet der Regio Cup Duathlon in Wallisellen im Frühjahr statt und bis im Juli wären bereits drei Rennen dieser Serie ausgetragen worden. Normalerweise freuen sich der Veranstalter 3star cats wallisellen und die Athleten über möglichst viele Zuschauer. Normalerweise endet der Wettkampf mit einer grossen Siegerehrung und Preisverlosung für alle Teilnehmer. Normalerweise...

 

Leider ist dieses Jahr aber ganz wenig „normal“, dies galt auch für den diesjährigen Duathlon.

Statt im milden Mai fand der Anlass nun im Hochsommer statt, was dazu führte, dass der Veranstalter vorgängig erst einmal im Ziel- und Zuschauerbereich mit viel zu hohem Gras und die Athleten mit hohen Temperaturen zu kämpfen hatten. Statt möglichst vieler Zuschauer wurde bereits frühzeitig darauf hingewiesen, dass pro Teilnehmer maximal eine Begleitperson erlaubt sein werde, um die Auflage von maximal 300 Anwesenden einzuhalten.

 

Für den Veranstalter bedeutete es – neben dem üblichen Aufwand für die Organisation eines solchen Anlasses – zusätzlich ein umfassendes Schutzkonzept zu erstellen und genehmigen zu lassen, Masken, Desinfektionsmittel und abgepackte Zielverpflegung zu besorgen sowie die Zuschauerbereiche und Spaziergängerwege zu überdenken und am frühen Morgen einzuzonen. Zudem wurden dieses Jahr nicht nur alle Athleten registriert, sondern auch sämtliche Helfer und Zuschauer. Auch die grosse Siegerehrung musste dieses Jahr im kleineren Rahmen stattfinden, um auch hier Besucherandränge zu vermeiden.

 

Ganz Vieles war aber dann doch ganz „normal“ an diesem Sonntag: alle Helfer waren tatkräftig und motiviert im Einsatz und der Zeitplan konnte perfekt eingehalten werden. Auch hielten sich sowohl Helfer und Zuschauer vorbildlich an das Schutzkonzept: die Helfer trugen – wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden konnte – Masken und die Zuschauer meldeten sich bei der Registrierung an and hielten sich in den speziell gekennzeichneten Zonen auf.

 

Und die Wichtigsten des Anlasses? Die 120 Nachwuchssportler gaben trotz den hochsommerlichen Temperaturen vollen Einsatz und zeigten die grosse Freude an ihrem Sport. Endlich konnten sie mal wieder zeigen, was sie in ihren vielen Trainings gelernt hatten! Stolz und meist mit hochrotem Kopf durften dann auch alle gleich nach dem Zieleinlauf ihre Finisher-Medaille entgegennehmen, welche anstelle der Preisverlosung verliehen wurde. Strahlende Kinderaugen, keine Verletzungen, ein topmotiviertes Helferteam und mitfiebernde Fans – so hat sich doch der zusätzliche Aufwand aufgrund der aktuellen Lage mehr als gelohnt!

 

Das Regio Cup OK dankt den 70 freiwilligen Helfern, der Gemeinde Wallisellen, der Sportanlagen AG Wallisellen, dem Samariterverein Wallisellen, der Mobiliar Bülach, der Keller-Frei AG, Thomas Rinderknecht, Hafner’s Rad, Swiss Triathlon, tri züri und den verständnisvollen Spaziergängern, die zur erfolgreichen Durchführung dieses Nachwuchs-Anlasses beigetragen haben.

 

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Bericht: Sandra Lorez

Fotos: Matteo Nauer